Ferienfreizeit für Alleinerziehende erfolgreich durchgeführt

„Erholung, gemeinsames Lernen, Unternehmungen und Austausch mit Gleichgesinnten“, unter diesem Motto stand die erstmalig von der „familienwerkstatt“ durchgeführte Ferienwoche für Alleinerziehende Hartz IV Empfängerinnen und deren Kinder.

Am 9.10.10 gings los mit einer Gruppe von 18 Müttern, einem Vater und insgesamt 33 Kindern im Alter von 16 Monaten bis 18 Jahren. Ziel: die im Siebengebirge wunderschöne gelegene Villa Schaaffhausen in Bad Honnef. Ein Woche haben die Familien mit 5 Kinderbetreuerinnen und 4 Begleiterinnen gemeinsam bei strahlend blauem Himmel verbracht.

Seit langem war es der „familienwerkstatt“ auf Grund ihrer Erfahrung, ein großes Anliegen, Einelternfamilien, deren finanzielle Mittel sehr beschränkt sind, eine solche Gelegenheit zu ihrem herausfordernden Alltag zu ermöglichen. Dies hatte sich dann in diesem Jahr über Fördermittel des Landes NRW  endlich realisieren lassen und wurde mit einem Eigenteil der Alleinerziehenden ermöglicht.

In der Villa Schaaffhausen wurde die bunte Gruppe mit sehr viel Fürsorge  und Engagement in einer liebevollen Umgebung versorgt.
Mit den Fördermitteln der Staatskanzlei konnten 6 Übernachtungen in der Villa Schaaffhausen mit vollwertigem Essen finanziert werden. Zusätzlich konnten pro Tag 4 Stunden Kinderbetreuung bei Bedarf angeboten werden. In dieser Zeit hatten die Elternteile die Möglichkeit verschiedene Angebote für sich anzunehmen. Die von der „familienwerkstatt“ zusammengestellten Angebote ergaben sich aus den zuvor abgefragten Bedürfnissen der Teilnehmer. So gab es  zum Beispiel ein 1,5 Tage Selbstbehauptungstraining. Hier konnten die Mütter im gemeinsamen Austausch mit dem Trainer Jürgen Fais von „Paravida“ in Rollenspielen und verschiedenen Übungen an ihren individuellen Themen arbeiten. Die Herausfordernde Lebenssituation von Alleinerziehenden bringt oftmals ein mangelndes Selbstwertgefühl/-bewusstsein mit sich und viele fühlen sich schuldig und überfordert. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf den Umgang mit den Kindern, dem anderen Elternteil und auf die Jobsuche. In dem Training konnten die Mütter in einem geschützten Rahmen ihre Sorgen und Probleme mit einander besprechen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Selbstverständlich stand auch Entspannung und Erholung mit im Vordergrund der Freizeit, da viele Teilnehmer kaum eine Auszeit nehmen können und wenig bis gar keine Unterstützung im Alltag haben.

So wurden den Elternteilen und den Jugendlichen verschiedene Entspannungsprogramme angeboten. Im Fokus dieser Woche stand aber auch die gemeinsame Zeit mit den Kindern. So gab es verschieden Angebote von Wanderungen und Spaziergängen, über Schwimmbadbesuche hin bis zu den gemeinsamen Spiele, Vorlese- und Bastelabende, einem Lagerfeuer und einer gemeinsamen Nachtwanderung. Das gesamte Angebot wurde von der familienwerkstatt mit ihren Betreuern ausgearbeitet und durchgeführt, so dass hier kaum zusätzliche Kosten angefallen sind. Außerdem gab es viel ehrenamtliche Unterstützung bei der Durchführung.

Dies bedeutet eine 6 tägige Rundumbetreuung für die Bedürfnisse der Eltern und Kinder. Gemeinsam draußen essen, ein Stück Leichtigkeit und Sorglosigkeit erleben zu dürfen und Spaß zu haben, war ein großes Highlight dieser Woche. Nach dieser Woche und zum Abschied gab es trotz fehlenden Fernsehern viele  Abschiedstränen, und die Notwendigkeit und die unglaubliche Dankbarkeit aller Teilnehmer wurde deutlich geäußert und sichtbar.

Den Alltag, mit wenig finanziellen Mittel und oftmals ohne erkennbare Perspektive für eine Woche verlassen zu können, hat bei vielen neue Möglichkeiten und ein Entspannungsgefühl hinterlassen, was hoffentlich noch lange anhält!

„Eine perfekte und unvergessliche Woche“, sagt Andrea Klusendick, Leiterin der familienwerkstatt und Organisatorin dieser gemeinsamen Woche!

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